Trockene Haut bei Babys

Trockene Haut bei Babys im Winter: Diese Pflegetipps helfen

Trockene Haut bei Babys ist ganz allgemein darauf zurückzuführen, dass die Haut noch nicht bereit ist, ohne Hilfe schuppenfrei durch den Winter zu kommen. Babyhaut ist – wenn ein Baby zur Welt kommt – zwar auf den ersten Blick „fertig“, allerdings fehlt es an einer ausgeklügelten Barrierefunktion, die Belastbarkeit ist noch nicht ausgereift und auch die Fähigkeit, die Temperatur zu regulieren, ist nur eingeschränkt gegeben. 

Trockene Haut Baby

Um trockener Haut bei Babys im Winter dabei zu helfen, diesen Selbstschutz Stück für Stück aufzubauen, braucht es geeignete Pflegeprodukte. Was Eltern tun können, um trotz Heizungsluft und Kälte zu verhindern, dass trockene Haut beim Baby im Winter entsteht und im schlimmsten Fall sogar zum juckenden Hautekzem wird, zeigt der folgende Beitrag.

Trockene Haut bei Babys? Im Winter ist Eincremen erlaubt!

Mediziner empfehlen, bei der Babypflege weitestgehend auf Seife oder Creme zu verzichten. Klares Wasser zum Waschen und ein Bad ein- bis zweimal pro Woche sind vollkommen ausreichend, um ein Baby sauber zu halten. Dafür braucht es weder Seifenzusätze noch Lotions. Hat der Nachwuchs die Matschlache vor der Haustür, den Erdhaufen im Garten oder den Sand am Spielplatz einmal zu genau inspiziert (und klares Wasser hat keine Chance mehr, den Dreck abzuwaschen), dann kann ein Zusatz beim Baden oder Duschen nötig werden.

Gerade in den Wintermonaten muss bei der Wahl des Pflegeprodukts darauf geachtet werden, dass es seifenfrei ist, da Seife den Schutzmantel der Haut angreifen kann. Obwohl eine kurze Dusche besser für die Haut ist, ist auch ein Vollbad ab und an erlaubt, allerdings sind 37 Grad Celsius und eine Badezeit von 10 bis 15 Minuten die oberste Grenze für ein Bad im Winter. Zu heißes Wasser und zu lange Badesessions trocknen die Haut noch stärker aus als es Wind und Wetter tun und kann im schlimmsten Fall auch zu Verbrühungen führen. Auch sollten Eltern beim Waschen ihrer Babys darauf achten, weder Schwamm noch Waschlappen zu verwenden. Die Reibung auf der Hautoberfläche reizt Babys Haut noch zusätzlich. 

Diese Wasch- und Pflegeprodukte sind im Winter gut geeignet

Zum Duschen eignen sich speziell im Winter seifenfreie Syndete. Dieser Fachbegriff ist die Abkürzung für „synthetische Detergentien“. Und obgleich es sich dabei um eine Duschlotion auf Basis künstlicher Rohstoffe handelt, sind diese Produkte hautfreundlicher, da der pH-Wert der Produkte näher am hauteigenen pH-Wert ist. Zum Baden ist ein spreitendes Duschöl die richtige Wahl. Der Ölfilm stärkt die Barrierefunktion der Haut und legt sich schützend über sie. Eltern müssen beim Abtrocknen darauf achten, das Baby eher abzutupfen – damit nicht das ganze pflegende Öl wieder weggerubbelt wird. 

Ist es im Bad mollig warm, darf das Baby dort auch gerne an der Luft trocknen. Nach dem Bad darf das Baby nun eingecremt werden. Pflegeprodukte mit Glycerin sind gut geeignet. Pflegeprodukte, die harnstoff- oder ureahaltig sind, haben zwar auch eine feuchtigkeitsspendende Wirkung, können aber auf offenen Hautstellen etwas brennen. Hier müssen Eltern vorsichtig testen, ob das Baby die Creme gut verträgt. Klappt das, kann der Harnstoff dabei helfen, die Hautschicht zu stabilisieren und einem Verlust der Feuchtigkeit vorbeugen. 

Rückfettende Creme dringt ebenfalls gut in die Haut ein und spendet Feuchtigkeit. Spezielle Wind- und Wettercremes sollten mit Blick auf die Zusatzstoffe genau geprüft werden. Tipp: Der Wasseranteil sollte möglichst gering sein. Kommt es dennoch zu allzu roten Backen nach der Rückkehr vom Spaziergang, hilft eine Creme mit Panthenol der trockenen Haut des Babys im Winter schnell dabei, sich zu regenerieren.

Eltern sollten auf die Konsistenz der Pflegeprodukte achten

Auf die Konsistenz der Pflegeprodukte zu achten, macht in jedem Fall Sinn, denn eine leichte Creme lässt sich gut und schnell auf Babys Körper verteilen und zieht ebenso schnell in die trockene Babyhaut ein. Eine dicke Cremeschicht ist bei trockener Haut bei Babys im Winter nicht nötig. Besser ist bei extrem trockener Haut bei Babys im Winter das Pflegeprodukt öfter anzuwenden.

Michaela Weber | richtig helfen

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Rote Backen vs. Hauterkrankung – so erkennen Eltern den Unterschied

Dass ein Baby nach dem Spaziergang bei kälteren Temperaturen rote Backen hat, ist meist eine ganz normale Hautreaktion des Körpers, denn die Durchblutung wird durch die kälteren Temperaturen angeregt. Ist die Hautbarriere gesund, kann die Haut das gut wegstecken und regeneriert sich meist schnell wieder. Im besten Fall hilft eine regelmäßige Pflege auch dabei, die Haut so zu stärken, dass die Bäckchen zwar rot werden, aber die Haut genug Feuchtigkeit hat, um nicht zu reißen.

Wird aus der trockenen Haut beim Baby eine entzündliche Hauterkrankung, die schubweise immer wieder auftritt und mit einem Juckreiz einhergeht, handelt es sich oft nicht mehr um das vergleichsweise harmlose Phänomen der trockenen Haut bei Babys im Winter, sondern vielleicht um Neurodermitis. 

Bei Säuglingen wird der Milchschorf an Armen, Beinen und im Gesicht häufig verkannt, denn anstatt um Milchschorf handelt es sich dann bereits um die Vorboten einer Dermatitis. Auch Psoriasis, die sogenannte Schuppenflechte, ist eine Hauterkrankung, die die Rücksprache mit einem Arzt erfordert.

Um herauszufinden, ob es sich um trockene Haut beim Baby im Winter handelt, oder ob sich Neurodermitis zu entwickeln droht, sollten Eltern ihre Babys genau beobachten und auch in der eigenen Krankengeschichte stöbern.

Eine Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, die Eltern nicht in Eigenregie therapieren können. Um dem Baby in diesem Fall helfen zu können, ist ein Kinderarzt aufzusuchen. Grundsätzlich jedoch können auch bei einer Neurodermitis dieselben Verhaltensänderungen dabei helfen, die Ekzeme zu lindern wie bei trockener Haut bei Babys im Winter: Duschen ist besser als Baden. Die Kleidung sollte aus Leinen oder Baumwolle sein und nicht eng anliegen. Neue Kleidung muss vor dem ersten Tragen gründlich gereinigt werden. Schwitzen sollte nach Möglichkeit verhindert werden. Das macht den Juckreiz noch schlimmer.

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