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Milchschorf oder Kopfgneis? Unterschiede und Behandlungsmöglichkeiten

Frischgebackene Eltern sind oft irritiert, wenn sie am Kopf des Nachwuchses eine Hautveränderung, meist in Form von Schuppen, feststellen. Unter den feinen Härchen des Babys lässt sich diese Veränderung erfühlen. Bei Babys ohne Haar erkennen Eltern diese deutlich an ihrer gelblich-braunen Färbung. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Milchschorf oder Kopfgneis. Die gute Nachricht lautet: Diese Hautveränderungen sind harmlos und verlaufen auch ebenso.

Wodurch sie genau entstehen, ist noch nicht erforscht. Wissenschaftlern zufolge könnte eine Talgüberproduktion verantwortlich sein. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, verrät der folgende Beitrag. Zudem gilt: Sollten Eltern eine schuppige Hautveränderung an anderen Körperstellen erkennen, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

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Kopfgneis bekommen Babys bereits in der ersten Lebenswoche

Der Kopfgneis kann bereits in der ersten Lebenswoche des Babys entstehen und bis zum Ende des ersten Lebensjahres anhalten. Schon darin unterscheidet er sich vom Milchschorf. Die Schuppen, die am Haupt auftreten, unterscheiden sich farblich von der Hautfarbe. Kopfgneis ist meist dunkler und lässt sich an bräunlich-gelben Schuppen erkennen, die von der Kopfhaut leicht abstehen. 

Das Baby ist durch den Kopfgneis nicht beeinträchtigt. Die veränderte Haut fühlt sich bei Berührung zwar leicht fettig an, schmerzt und juckt aber nicht. Kopfgneis ist auch für die weitere Entwicklung des Babys weder störend noch gefährdend. In den meisten Fällen heilt dieser von ganz alleine ab.

Baby mit Milchschorf

Milchschorf tritt meist erst im dritten Lebensmonat auf

Ein Erkennungsmerkmal des Milchschorfes ist bereits der Zeitpunkt des Auftretens. Milchschorf tritt in der Regel erst nach dem dritten Lebensmonat des Babys auf und klingt in ganz seltenen Fällen erst in der Pubertät wieder ab. Ebenfalls am Haupt des Kleinen beginnend, kann sich der schuppige Ausschlag bis ins Gesicht ausbreiten. Die Schuppen unterscheiden sich von denen des Kopfgneises, da sie sich deutlich fester und härter anfühlen. Auch sind nicht selten gerötete Stellen vorhanden, die darauf hindeuten, dass der Milchschorf für das Baby mit starkem Juckreiz verbunden ist. Sehr viele Babys versuchen sich zu kratzen und sind quengelig oder schreien gar, weil der Juckreiz nicht nachlässt.

Achtung: Milchschorf, der von Medizinern im Fachjargon als atopisches Ekzem bezeichnet wird, kann auch ein Indiz oder ein Anzeichen für die Entstehung von Neurodermitis sein. Ein Arzt sollte dann in jedem Fall aufgesucht werden, um eine weitere spezielle Behandlung der betroffenen Stellen zu veranlassen. Diese sollte eine rasche Linderung der unangenehmen Beschwerden für das Kind bedeuten.

Behandlungsansätze bei Milchschorf und Kopfgneis – eine Gegenüberstellung

Der harmlose, aber meist nicht besonders ansehnliche Kopfgneis an Babys Kopf lässt sich einfach und meist problemlos behandeln. Falls sich der Knopfgneis durch das Babyhaar gut verdecken lässt, müssen die Hautschuppen gar nicht zwingend entfernt werden. Wer sie entfernen möchte, darf das mithilfe einer sanften Behandlung, aber niemals mit der Bürste tun. Besonders gut lässt sich der Kopfgneis entfernen, wenn das Baby gebadet und die Kopfhaut gewaschen wird. Auch Babyöl kann in diesem Fall hilfreich sein, um die Schuppen leichter zu entfernen. Ein Waschlappen ist eine gute und vor allem angenehme Alternative für den Nachwuchs.

Die Behandlung von Milchschorf ist im Gegensatz zum Kopfgneis etwas aufwändiger und sollte sorgfältig ausgeführt werden, da sich der Milchschorf nicht auf andere Körperregionen ausbreiten darf. Das regelmäßige Waschen der betroffenen Stellen ist hier sehr wichtig. Jedoch sollte immer bedacht werden, dass unter den krustig abstehenden Hautschuppen entzündete Hautstellen, Rötungen oder sogar Bläschen warten können. Niemals dürfen die Hautschuppen mit einer Bürste abgerubbelt werden, sonst besteht die Gefahr, dass großflächige Entzündungen entstehen. 

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Diese Hausmittel können helfen, Milchschorf und Kopfgneis sanft zu entfernen

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, mit denen Eltern regelmäßig gute Erfahrungen machen, wenn sie auf besonders sanfte Art und Weise Milchschorf und Kopfgneis lösen möchten:

  • Öle: Kokos-, Oliven- oder auch handelsüblichen Babyöle, also fetthaltige Substanzen, können die Krusten und festen Hautschuppen des Milchschorfes schonend einweichen. Empfohlen wird, einige Stunden oder gar über Nacht das Öl an den betroffenen Stellen einwirken zu lassen und dann bei einem Bad die Schuppen vorsichtig zu entfernen.

  • Muttermilch: Was im ersten Moment ungewöhnlich klingen mag, verkünden andere Mütter nahezu als Wundermittel: die Muttermilch. Dass Muttermilch entzündungshemmend wirkt, ist mittlerweile bekannt. Auch bei Milchschorf oder auch Kopfgneis kann die Muttermilch dabei behilflich sein, die Hautschuppen vom Kopf des Nachwuchses zu entfernen. Die Muttermilch wird auf den Kopf aufgetragen und leicht einmassiert. Auch hier müssen die Eltern darauf achten, dass die Hautschuppen des Milchschorfes nicht direkt abgekratzt werden, sondern sich nahezu von selbst lösen.

  • Veilchentee: Stiefmütterchen- oder Veilchentee ist bereits seit der Antike ein beliebtes Mittel gegen Ekzeme jeder Art und bei Hautveränderungen. Gerade wenn die schuppige Haut juckt, kann ein Sud aus getrockneten Veilchen Linderung verschaffen. Gegen Milchschorf oder Kopfgneis kann der abgekühlte Sud auf dem Haupt des Babys die Hautschuppen lösen und dabei die darunter liegende entzündete Kopfhaut beruhigen.

  • Homöopathie: Auch in der homöopathischen Heilkunde stehen verschiedene Präparate zur Auswahl. Jedoch sollten die Symptome klar zu benennen sein, damit schnell das richtige Mittel gefunden werden kann.
Behandlung von Kopfgneis

Hautveränderungen bei Babys und Kleinkindern immer im Auge behalten

Eltern sind natürlich immerzu in Hab-Acht-Stellung und wollen nur das Beste für den Nachwuchs. Auch Hautveränderungen, gerade im sichtbaren Bereich, wie beispielsweise am Kopf, im Gesicht oder auch an Händen und Füßen des Babys, werden demzufolge in den allermeisten Fällen sofort wahrgenommen. So kann eine beginnende Neurodermitis in den meisten Fällen sehr früh diagnostiziert und damit zeitnah behandelt werden.

Auch andere Hautveränderungen, wie beispielsweise Ausschläge, Allergien oder Infektionskrankheiten, können so schnell erkannt werden. Bei unklaren oder sich rasant ausbreitenden Hautveränderungen sollte möglichst im Anfangsstadium der Rat eines Arztes zugezogen werden. Da Milchschorf und Kopfgneis nicht ansteckend sind, können Eltern diesbezüglich ganz beruhigt sein. In den allermeisten Fällen heilen die Hautveränderungen ganz von alleine wieder ab. Oftmals ist ein mechanisches Einwirken nicht notwendig, um die Schuppen zu entfernen.

Doch Achtung: Bei nässenden oder eiternden Stellen sollten bei Eltern die Alarmglocken läuten. Dann ist es höchste Zeit, beim Kinderarzt vorstellig zu werden, damit die Hautveränderung dem Baby keine Schmerzen bereitet.

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