Die 5 häufigsten Atemwegserkrankungen bei Kindern

Husten, Schnupfen und Fieber gehen bei Kindern oftmals mit einer Atemwegsinfektion einher. Egal ob der Nachwuchs noch in der Krippe oder im Kindergarten ist oder schon zur Schule geht – die eigenen Kinder krank und hilflos zu sehen, ist für Eltern immer belastend und zehrt oft an den eigenen Nerven. Doch was bedingt eigentlich eine Atemwegserkrankung? 

Es gibt verschiedene Infektionstypen, welche sich in der kalt-nassen Jahreszeit oft flächendeckend in Kindergärten, Kitas oder Schulen ausbreiten. Die fünf häufigsten Atemwegserkrankungen bei Kindern werden in diesem Beitrag näher beleuchtet.  Diese Zusammenfassung kann eine Hilfe sein, um eine Atemwegserkrankung bei Kindern zu erkennen, darf aber in keinem Fall den ärztlichen Rat ersetzen.

Warum Atemwegserkrankungen bei Kindern häufig vorkommen

Kinder leiden deutlich häufiger an Erkrankungen der Atemwege als Erwachsene. Im Schnitt kann eine Atemwegserkrankung bei Kindern jährlich sogar fünf bis acht Mal auftreten. Dies liegt an dem deutlich schwächeren Immunsystem des Nachwuchses.

Bei der Stärkung des Immunsystems können Eltern ihren Schützlingen durchaus behilflich sein. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt das Abwehrsystem des Körpers. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem und saisonalem Obst und Gemüse sind ebenfalls wichtige Grundsäulen auf dem Weg zu einem stabilen Immunsystem. 

Kommt es trotz eines gesunden Lebensstils zu einer Atemwegserkrankung bei Kindern, die mit Fieber einhergeht, sollten Eltern auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen. Bronchitis oder Lungenentzündung, eine RSV-Infektion, Pseudokrupp und Keuchhusten sind die häufigsten Atemwegserkrankungen bei Kindern.

Teddybär mit Maske

Bronchitis

Von einer Bronchitis wird gesprochen, wenn durch eine Atemwegserkrankung bei Kindern die unteren Atemwege entzündet sind. Viren sind hierbei die Hauptübeltäter, die beispielsweise bei einer Erkältung in den Körper transportiert werden. Eine Bronchitis erkennen Eltern am Husten, teilweise mit Auswurf, der sich hartnäckig hält und für die Kinder aufgrund der langen Dauer sehr unangenehm wird. Eine Bronchitis ist mit einer Dauer von in etwa 14 Tagen sehr langwierig. Wenn die Kleinen an Fieber oder gar Atemnot leiden, ist der Besuch beim Arzt unumgänglich.

Unterschieden wird diese Atemwegserkrankung bei Kindern in:

 – eine chronische Bronchitis

Eine chronische Bronchitis gehört zu den Atemwegserkrankungen, die von längerer Dauer sind. Wird die Bronchitis länger als drei Monate in zwei aufeinander folgenden Jahren von einem Arzt diagnostiziert, spricht man von einer chronischen Bronchitis.

 – und eine akute Bronchitis

Als akute Bronchitis wird die Atemwegserkrankung bei Kindern bezeichnet, wenn einer Erkältung ein Husten und die Entzündung der Atemwege folgt. In etwa ein bis zwei Wochen sollte eine akute Bronchitis aber im Normalfall wieder ausgeheilt sein.

Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung, die auch Pneumonie genannt wird, diagnostiziert ein Kinderarzt, in dem er die Lunge abhört. In der Regel verläuft diese Art der Atemwegserkrankung bei Kindern komplikationslos und ohne Spätfolgen für den Nachwuchs. Lediglich bei Neugeborenen oder unterernährten Kindern könnte es zu Komplikationen kommen, die sogar lebensbedrohlich werden könnten. Typische Symptome einer Lungenentzündung sind Husten, Schmerzen beim Ein- und Ausatmen, Fieber mit Schüttelfrost und Atemnot. Anfangs ist der Husten eher trocken. Nach ein paar Tagen ändert sich die Konsistenz. Der Husten wird schleimiger und lässt sich leichter abhusten.

Weitere Informationen rund um das Thema Lungenentzündungen findest du hier.

Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)

Das Respiratorische Synzytial-Virus verbreitet sich gerade unter Kleinkindern sehr leicht und kann in Kindergärten oder Kinderkrippen ganze Gruppen lahmlegen. Kinder sind für das RSV Virus oft eine leichte Beute, da das Immunsystem keine besondere Abwehr zeigt. Diese Atemwegserkrankung bei Kindern breitet sich in den oberen Atemwegen aus und bleibt dort meist über mehrere Wochen. Auch hier ist der Husten das Hauptsymptom. Aber auch Fieber, Schluckbeschwerden und Abgeschlagenheit weisen die betroffenen Kinder sehr häufig auf. In einigen wenigen Fällen ist eine Beatmung im Krankenhaus notwendig, wenn Kinder unter akuter Atemnot leiden. Der Husten und die anderen Symptome können über Wochen bleiben, bis sie wieder langsam abklingen. Zwischen der Ansteckung und den ersten Anzeichen einer Erkrankung können in etwa zwei bis acht Tage vergehen, was auch erklärt, warum sich RSV unbemerkt verbreiten kann.

Pseudokrupp

Pseudokrupp ist eine Atemwegserkrankung bei Kindern, die durch einen bellenden Husten und pfeifende Ein- und Ausatemgeräusche durch einen Kinderarzt meist gut zu diagnostizieren ist. Sie gehört zu den Atemwegserkrankungen, von welcher Kinder von drei Monaten bis fünf Jahre am meisten betroffen sind. Im Zusammenhang mit Pseudokrupp wird häufig von Anfällen gesprochen, die im Schnitt zwei bis sieben Tagen anhalten. Danach heilt die Entzündung in den meisten Fällen komplikationslos wieder ab. In seltenen Fällen dehnt sich die Entzündung auf die Luftröhre oder die Lunge aus. Als Akuthilfe kann einem Kind bei einem Pseudokruppanfall frische Luft helfen. So kann bei dieser Atemwegserkrankung bei Kindern das Öffnen des Fensters bereits dabei helfen, die Schwellung der Atemwege reduzieren. Das erleichtert das Atmen deutlich. Eine Statistik zu dieser Atemwegserkrankung bei Kindern besagt, dass Jungen häufiger von Pseudokruppanfällen betroffen sind als Mädchen im gleichen Alter.

Keuchhusten

Keuchhusten gehört zu den hochansteckenden Atemwegserkrankungen bei Kindern und wird von Bakterien verursacht. Gerade Säuglinge und Kinder, welche nicht durch eine Keuchhustenimpfung vor dem Erreger geschützt sind, können an dieser Atemwegserkrankung mit teilweise schweren Verläufen erkranken. 

Durch Tröpfcheninfektion werden die Bakterien von Mensch zu Mensch übertragen, also beispielsweise durch Husten, Niesen und sogar durch ein ganz normales Gespräch. Typische Symptome für eine Keuchhusteninfektion sind beispielsweise Schnupfen, Abgeschlagenheit und Husten. 

Häufig erinnert das Krankheitsbild an eine Grippe. In manchen Fällen bekommen die Kinder auch Fieber. Erst nach etwa zwei Wochen beginnt die Krankheitsphase, in der der charakteristische Husten entsteht, welcher der Erkrankung seinen Namen gibt. Die Betroffenen haben eben diesen Keuchhusten hauptsächlich nachts. Dieser tritt in Anfällen auf. 

Das keuchende Einatmen oder Einziehen der Luft erschwert das Atmen für die Erkrankten zusätzlich. Das kann gerade bei kleinen Kindern zu lebensbedrohlichen Situationen führen kann. 

Nach etwa vier bis sechs Wochen können diese Symptome und auch der Husten wieder abklingen, wobei körperliche Anstrengungen noch über Wochen oder gar Monate hinaus unangenehm sind und zu frühzeitiger Erschöpfung führen können. 

Wichtig für Eltern: Atemwegserkrankungen bei Kindern ernstnehmen!

Gerade für Babys und kleine Kinder kann ein Atemwegsinfekt eine große Einschränkung im Alltag bedeuten. Selbst eine einfache Infektion kann – nicht richtig auskuriert – zu einer chronischen Atemwegserkrankung bei Kindern mutieren. Der frühzeitige Besuch beim Arzt und das Einhalten des ärztlichen Rates sollten den Kleinen baldige Genesung bescheren. Atemwegserkrankungen rechtzeitig zu erkennen, ist nicht nur für die Kinder selbst wichtig. Da die meisten Atemwegerkrankungen hoch ansteckend sind, ist es wichtig, BetreuerInnen, LehrerInnen, Geschwistern und auch die Eltern vor einer Infektion zu schützen. 

Neben der klassischen Medizin gibt es auch einige Hausmittel, die die Symptome und Beschwerden lindern können. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist gerade für Babys und Kinder zudem wichtig, um eine Atemwegserkrankung bestmöglich auskurieren zu können. Bei langanhaltenden Beschwerden oder einer Verschlechterung des Zustandes sollten Eltern auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, damit aus einer Atemwegserkrankung bei Kindern keine chronische Einschränkung wird.