Fieberkrampf im Schlaf

Fieberkrampf im Schlaf

Das müssen Eltern wissen!

Ein Fieberkrampf kann bei Kindern im Rahmen eines fieberhaften Infekts auftreten. In diesem Beitrag erklären wir was genau ein Fieberkrampf ist, wann er auftreten kann und was Eltern tun können, wenn der Fieberkrampf im Schlaf auftritt.

Fieberkrampf im Schlaf:
Ist das überhaupt möglich?

Fieberkrampf im Schlaf

Ein Fieberkrampf kann zu allen Tages- und Nachtzeiten auftreten. Auch wenn das Kind schläft, kann es zu einem Fieberkrampf kommen. Zumeist wird das Kind zu Beginn des Fieberkrampfes kurz wach, bekommt vom eigentlichen Krampf jedoch nichts mit. Eltern, die sich aufgrund etwaiger Atemaussetzer Sorgen machen, können also beruhigt sein: auch ein Fieberkrampf, der im Schlaf auftritt, ist in der Regel unproblematisch.


Wenn das Fieber steigt und in der Vergangenheit bereits Fieberkrämpfe aufgetreten sind, können dem Kind in Rücksprache mit dem Arzt fiebersenkende Medikamente verabreicht werden. Eltern können das Kind zudem zu sich ins Bett holen, um im Falle eines Krampfes schnell reagieren zu können.

Was genau ist ein Fieberkrampf?

Bei einem Fieberkrampf handelt es sich um einen Krampfanfall, der im Rahmen eines fieberhaften Infektes bei Kindern auftritt. Meist wird er durch einen schnellen Fieberanstieg ausgelöst. Entscheidend ist dabei nicht die Höhe des Fiebers, sondern die Geschwindigkeit, in der die Temperatur ansteigt. So kann es bereits vor einer Fiebererkrankung zu einem Krampf kommen, etwa wenn das Fieber von 38,3 auf 38,8 Grad steigt.

Fieberkrämpfe treten vorwiegend bei Kindern zwischen einem halben Jahr und sechs Jahren auf. Runde drei bis fünf Prozent aller Kinder sind einmal von einem Fieberkrampf betroffen. In einigen Familien tritt das Leiden gehäuft auf.

Fieberkrampf im Schlaf

Ein Fieberkrampf äußert sich durch verschiedene Anzeichen. Das Kind verkrampf oft und die Arm-, Bein- oder Gesichtsmuskeln beginnen zu zucken. Auch kann es die Augen verdrehen, Gurgel- oder Schmatzlaute ausstoßen, Grimassen ziehen oder starr ins Leere blicken. Während eines Fieberkrampfs ist das Kind meist nicht ansprechbar. Manchmal kommt eine Blauverfärbung der Lippen hinzu.

Ein normaler Fieberkrampf dauert zwischen wenigen Sekunden und fünf Minuten. Nachdem der Anfall abgeklungen ist, schlafen die betroffenen Kinder in der Regel ein. Danach können sie noch einige Zeit schläfrig sein. Ein komplizierter Fieberkrampf, der jedoch äußerst selten auftritt, kann zehn bis 15 Minuten andauern. Klingt der Fieberkrampf nach höchstens fünf Minuten nicht ab, sollte der Rettungsdienst gerufen werden.

Wie kann man seinem Kind bei einem Fieberkrampf helfen?

Wenn das Kind erstmals einen Fieberkrampf erleidet, sollten die Eltern zunächst Ruhe bewahren. Wichtig ist, beim Kind zu bleiben und – falls nötig – dessen Kleidung zu lockern, damit es frei atmen kann. Um die Gefahr von Verletzungen zu minimieren, sollte das Kind mit Decken und Kissen gut gepolstert werden. Dadurch wird verhindern, dass das Kind zum Beispiel seine Arme und Beine gegen die Wand oder den Nachttisch schlägt.

Das Kind darf während eines Fieberkrampfes nicht essen oder trinken, denn dann besteht Erstickungsgefahr. Eltern sollten während des Fieberkrampfes auf die Uhr schauen, um herauszufinden, wie lange der Anfall andauert. Auch dürfen Eltern ihr Kind nicht schütteln oder mit kaltem Wasser behandeln. Stattdessen sollte zügig der Notarzt verständigt werden. Der Mediziner kann Fieberzäpfchen oder kühle Wickel einsetzen und die Eltern weitergehend aufklären.

Fieberkrampf im Schlaf

Nach dem Anfall sollte das Kind seitlich gelagert werden, damit Speichel aus dem Mund abfließen kann.
Fieberkrämpfe, die gut behandelt werden, haben normalerweise keine Folgen für das Kind. Der Nachwuchs entwickelt sich ganz normal, auch wenn es bei einem Drittel der Betroffenen zu weiteren Fieberkrämpfen kommt. Spätestens im Schulalter sollten sich die Fieberkrämpfe einstellen.

Fieberkrampf vorbeugen - geht das?

Vorbeugen lässt sich Fieberkrämpfen nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin weißt darauf hin, dass die Verabreichung von fiebersenkenden Medikamenten einen Fieberkrampf nicht verhindern kann. Dennoch können allgemeine Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden, zum Beispiel die Kontaktaufnahme mit dem Kinderarzt oder eine gute Beobachtung des Kindes.

Fieberkrampf im Schlaf: Das ist nach dem Krampf zu tun

Ein Fieberkrampf äußert sich durch eindeutige Symptome und kann deshalb auch leicht diagnostiziert werden. Der Arzt oder die Eltern messen die Körpertemperatur nach dem Anfall, um sicherzugehen, dass das Fieber nicht weiter ansteigt. In Einzelfällen kann der Krampf auf gefährliche Ursachen wie eine neurologische Störung oder Epilepsie zurückzuführen sein. Falls der Fieberkrampf nicht eindeutig diagnostiziert werden kann, kommen weitere diagnostische Methoden wie eine Hirnstrommessung oder CT und MRT infrage. Bei einem einfachen Fieberkrampf ist dies jedoch nicht notwendig.

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