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Hochbegabung bei Kindern – Ist mein Kind hochbegabt?

Das Thema Hochbegabung bei Kindern könnte undurchsichtiger nicht sein, denn es verlangt Eltern vor allem Wachsamkeit ab, ohne dabei jedes Entwicklungsdetail zu überinterpretieren. Da in unserer Gesellschaft ein jeder neu erlernter Schritt eines Kindes genau beobachtet, ausgewertet und vor allem bewertet wird, wollen Eltern sehr lernfreudiger Kinder oftmals schon früh wissen: Ist mein Kind etwa hochbegabt? 

Darüber, wie und wann Eltern merken könnten, dass der Nachwuchs deutlich mehr Interesse hat oder komplexe Aufgaben einfach und sicher erledigen kann, sowie über das richtige Verhalten, wenn Hochbegabung bei Kindern vorliegt, informiert der folgende Beitrag.

Elterntipp: Prinzipiell sollte immer gelten, dass jedes Kind in seinem eigenen Tempo handelt und lernt, da ein Jeder ein ganz eigenes Individuum ist. Vergleiche oder voreilige Schlüsse könnten sich negativ auf das Kind auswirken. Deswegen ist es besonders wichtig, die Entwicklung des Kindes zu beobachten und zu erkennen, aber keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen.

Wie können Eltern Hochbegabung bei Kindern erahnen?

Kleine Kinder lernen oft rasend schnell, am allerbesten sogar von älteren Geschwistern oder Kindern im engeren Umfeld. Eltern, die mehrere Kinder haben, bemerken immer wieder, dass die Zweit- oder Drittgeborenen viele Dinge deutlich früher erlernen als die erstgeborenen Geschwister. Dies liegt in den meisten Fällen daran, dass die Kleinen unheimlich wissbegierig sind und am liebsten die komplette Umgebung aufsaugen und sich etwas abschauen. 

Die Sprache ist hierbei ein sehr wichtiger Faktor. Durch das frühe Sprechen und Wiedergeben ganzer Sätze kann sich der Nachwuchs schnell deutlich und bestimmt ausdrücken und gezielt Forderungen stellen oder Antworten geben. Das verschafft ihnen oftmals bereits einen großen Vorsprung und kann gerade in der Kommunikation bezüglich der Bedürfnisse des Kindes sehr hilfreich sein. Auch können sich diese Kinder sehr viele Dinge in ihrer Umgebung merken und besitzen eine stark ausgeprägte Beobachtungsgabe.

Eltern, die ein solches Verhalten beim eigenen Nachwuchs über einen längeren Zeitraum beobachten, können dies beim nächsten Kinderarztbesuch ansprechen. Dann kann abgewogen werden, ob die Zweitgeborenen „nur“ von ihren großen Geschwistern profitieren, oder ob eine Hochbegabung bei den Kindern vorliegen könnte.

Wie wird die Hochbegabung beim Kind ärztlich festgestellt?

Wenn Eltern aufgrund des Verdachts auf Hochbegabung beim Kind den Kinderarzt aufsuchen, wird dieser in aller Regel einen Besuch beim Psychologen empfehlen. Dieser kann mithilfe von sogenannten IQ-Tests eine Hochbegabung beim Kind sogar an Zahlen festlegen. IQ seht dabei für Intelligenzquotient, der anhand von einem Test, der zumeist aus Fragen besteht, berechnet wird. Der Mittelwert des Intelligenzquotienten liegt im Schnitt bei etwa 85 bis 115. Bei Werten darüber ist die Rede von einer überdurchschnittlichen Begabung oder einer Hochbegabung. So werden die Zahlen gedeutet: 

  • IQ über 130: Das Kind ist hochbegabt. 
  • IQ zwischen 120 und 130: Das Kind ist überdurchschnittlich begabt.

Hochbegabung bei Kindern trifft in einem Jahrgang auf etwa zwei Prozent der Kinder zu. Eine überdurchschnittliche Begabung lässt sich bei etwa 15 Prozent erkennen. Hochbegabung oder ein höherer Intelligenzquotient kann einem Kind nicht antrainiert werden, obgleich sich der IQ bei Kindern durchaus noch ändern kann. Grundlage für eine überdurchschnittliche Begabung oder eine Hochbegabung ist das tiefe Verständnis für mitunter komplexe Zusammenhänge, die Bereitschaft zu lernen und der nahezu unstillbare Wissensdurst. 

Nur eine Momentaufnahme: Tatsache ist, dass (anders als bei Erwachsenen) der IQ bei Kindern noch weiter reifen kann. Durch das Wissen, das sich Kinder in der Schule und im Alltag aneignen, um ihren Wissenshunger zu stillen, kann nach einigen Jahren ein völlig anderer Intelligenzquotient möglich sein. Deswegen kann das Ergebnis eines Intelligenztests nur eine Momentaufnahme darstellen.

Wie sollten sich Eltern hochbegabter Kinder verhalten?

*Letzte Aktualisierung am 19.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Hochbegabte Kinder wollen ihren Wissensdurst immer weiter stillen. Bereits in jungen Jahren werden Dinge hinterfragt, um an tiefergehende Informationen zu kommen. Wichtig ist es, den Wissensdrang nicht versiegen zu lassen und die Fragen zu beantworten. Und auch wenn Erwachsene nicht immer alles wissen können, so können sie doch gezielt im Internet recherchieren, um ihrem Nachwuchs valide Informationen bieten zu können.

Besonders wachsam müssen Eltern von Kindern mit Hochbegabung sein, wenn die Schulzeit beginnt. Gerade hochbegabte Kinder langweilen sich schnell. Hier sollten Eltern hellhörig werden, denn Langeweile und Unterforderung wirken sich oftmals demotivierend auf die Kinder aus. Schlechte Noten oder aggressives Verhalten können die Folge sein. 

Hochbegabung bei Kindern kann darüber hinaus ganz unterschiedliche Formen annehmen: Häufig kommt es vor, dass Kinder in einem Bereich, in einem Schulfach oder mit einer Sozialkompetenz ein besonders hohes Interesse oder großes Wissensspektrum zeigen. Eine Hochbegabung kann also auch vorliegen, wenn das Kind einen einzigen speziellen Sektor bevorzugt. In der Literatur ist dann oft die Rede von einer Inselbegabung.

Hochbegabte Kinder fördern – so kann es zuhause funktionieren

Da hochbegabte Kinder meist in Regelgrundschulen und einfachen Klassen beschult und betreut werden, kommen diese mit Kindern, die in den meisten Fällen einen normalen oder durchschnittlichen IQ haben, zusammen. 

Die Herausforderung eben dort ist schnell erklärt: Hochbegabte Kinder empfinden es als frustrierend, wenn ständige Wiederholungen den Schulalltag bestimmen, denn Kinder mit Hochbegabung wollen ihren eigenen Wissenshunger stillen. 

In der Vergangenheit waren viele Experten der Überzeugung, dass Hochbegabung bei Kindern genutzt werden sollte, um gerade lernschwache Mitschüler besser zu fördern.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass dieses Gedankenkonstrukt kaum in der Praxis umsetzbar ist und sogar zum Nachteil für das hochbegabte Kind werden könnte. 

So können Eltern die Hochbegabung des Kindes zu Hause fördern:

  • das selbständige Erledigen der Hausaufgaben und das Lernen unterstützen

  • Altersgrenzen anpassen, um Aufgaben und auch Spiele gezielt auswählen zu können

  • Kontakt zu anderen hochbegabten Kindern suchen

  • Anreize zum Lernen schaffen und Medien dabei gezielt einsetzen

  • Hochbegabung vorsichtig und behutsam thematisieren

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Tipps für Eltern hochbegabter Kinder

Natürlich sind Eltern immer stolz auf den eigenen Nachwuchs. Kinder mit Hochbegabung brauchen jedoch auch sehr viel Fingerspitzengefühl im Alltag. Das ist für Eltern oft eine Mammutaufgabe, die viel Kraft und Verständnis kostet. 

Hilfreich kann es sein, sogenannte Ruhezeiten oder Ruheinseln einzuführen. Das sind Zeiten, in denen das Kind einfach Kind ist, mit Geschwistern oder Gleichaltrigen spielt und keinen Input bekommt. Ist dieses kindliche Nichtstun zu wenig für das hochbegabte Kind, kann auch ein Besuch im Museum oder ein Treffen mit anderen hochbegabten Kindern eine gute Option sein. Eltern sollten die Möglichkeit ergreifen, um sich auszutauschen und vielleicht den einen oder anderen Ratschlag mit nach Hause zu nehmen, um den Alltag mit einem hochbegabten Kind möglichst entspannt für alle Seiten zu meistern.

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