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Achtung vor Fußpilz im Schwimmbad!

Die sommerlichen Temperaturen ermöglichen jetzt vielerorts ausgelassene Tage im Freibad. Doch nicht immer endet der Besuch im Schwimmbad ohne ungewollte Mitbringsel, sondern stattdessen mit Fußpilz beim Kind. Viele Eltern kennen das Problem, welches auch vor dem Nachwuchs nicht Halt macht. Egal ob im Hallen- oder Freibad – an Orten, an denen sich Menschen barfuß bewegen, lauert der Fußpilz.

Doch wie groß ist die Gefahr der Ansteckung wirklich? Wie kann vorgebeugt werden, um das Risiko zu reduzieren, und gibt es Hausmittel, um Fußpilz bei Kindern zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen? 

Diese und weitere Fragen werden im folgenden Artikel beantwortet. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Kinder- oder Hautarzt besucht werden, um eine rasche Heilung zu erzielen.

Fußpilz bei Kindern - Was ist das genau?

Fußpilz bei Kindern entsteht sehr häufig an der Fußsohle. Wenn an der Hautoberfläche kleine Risse oder Verletzungen vorhanden sind, haben es Pilzsporen ganz besonders leicht in die Haut zu gelangen. Besonders häufig kommt Fußpilz zwischen den Zehen, in den Zwischenräumen sowie an Ferse und Fußsohle vor.

Es gibt verschiedenste Arten von Fußpilz bei Kindern, die sich auch optisch voneinander unterscheiden:

  • Verhornter Fußpilz:
    Beim verhornten Fußpilz sind besonders der Ballen und die Ferse betroffen. Sie jucken und schmerzen. Die Haut sieht trocken aus und fühlt sich auch so an.
Kind im Schwimmbad
  • Fußpilz zwischen den Zehen: Die wahrscheinlich am häufigsten auftretende Variante des Fußpilzes bei Kindern ist der Fußpilz zwischen den Zehen. Dort fühlt sich der Pilz wohl und zeigt sich durch kleine Bläschen, die leicht gerötet sind. Starkes Jucken und starke Schmerzen treten auch hier auf.

  • Bläschenbildung beim Fußpilz: Tatsächlich können sich auch unter der Hornhaut kleine Bläschen bilden, die sich durch Jucken bemerkbar machen. Durch die vorhandene Hornhaut können sie nicht nach außen, um dort aufzugehen, sondern trocknen ein. Dieser Fußpilz bei Kindern kommt eher selten vor, da beim Nachwuchs meist noch keine dicke Hornhaut vorhanden ist.

Zu den Ursachen: Wie entsteht Fußpilz bei Kindern?

Fußpilz liebt warme und feuchte Umgebungen, weswegen er sich in Schwimm- und Hallenbädern ganz besonders wohlfühlt. Auch in schwitzigen Schuhen findet sich genau dieses Milieu wieder. Schuhe, die zu eng sind, nicht passen und keine frische Luft an die kleinen Kinderfüße lassen, machen es dem Pilz ebenfalls sehr einfach. Auch gebrauchte Schuhe sollten stets mit Vorsicht betrachtet und vor der ersten Benutzung ausgiebig gereinigt werden.

Manchmal bleibt der Fußpilz bei Kindern unentdeckt, sofern er nicht schmerzt oder juckt. Eine Kontrolle der kleinen Füße sollte daher regelmäßig erfolgen, damit Eltern schnell feststellen können, ob die Kleinen zu schwitzigen Füßen neigen oder die trockene Haut an der Unterseite bzw. zwischen den Zehen auffällig gerötet oder mit aufgeschwemmten Bläschen versehen ist. Nur durch regelmäßige Kontrollen besteht die Möglichkeit, Fußpilz rechtzeitig zu erkennen und einzudämmen, denn nicht selten kann sich dieser zu einem Nagelpilz ausdehnen und die Zehennägel mit befallen.

Die folgenden Risikofaktoren können den Fußpilz bei Kindern begünstigen:

  • Ein geschwächtes Immunsystem. Eine geschwächte Eigenabwehr des Körpers macht es dem Pilz einfach, sich unter der Haut auszubreiten.
 
  • Genetische Bedingungen. Kinder von Eltern, die häufig an Fußpilz leiden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit auch daran zu erkranken.
 
  • Neurodermitis. Auch Kinder, die an der Hautkrankheit Neurodermitis leiden, haben meist keine intakte Hautbarriere, um dem Pilz standzuhalten und erleiden häufiger eine Fußpilz-Infektion.
 
  • Schwitzige Füße. Egal ob nach dem Sport oder nach der Schule – Kinder, die zu Schweißfüßen neigen, sollten häufiger die Socken wechseln oder barfuß laufen, um ein zu feuchtwarmes Klima an den Füßen zu vermeiden und in Verbindung mit Verletzungen dem Fußpilz keine Chance zu geben.

Fußpilz bei Kindern, was nun?

Ist das Kind von Fußpilz betroffen, sollten Eltern schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, um die Infektion zu diagnostizieren und eine zeitnahe Behandlung einzuleiten. Es gibt einige Medikamente in Form von Cremes, die den Fußpilz bei Kindern eindämmen und ausheilen sollen. In einigen Fällen können auch Sprays, Pasten, Puder oder Gels eingesetzt werden. 

Welches Präparat angewendet werden soll, wird der Kinder- oder Hautarzt feststellen. Auch wenn nach Anwendung die Haut ausgeheilt ist und gesund aussieht, sollte die Behandlung mit dem entsprechenden Präparat noch bis zu vier Wochen fortgeführt werden. Dies soll eine erneute Infektion mit eventuell noch in der Hornhaut angesiedelten Pilzsporen verhindern.

Es gibt neben den vom Arzt zu verschreibenden Medikamenten, welche zur Eindämmung des Fußpilzes bei Kindern dringend notwendig sind, einige Hausmittel, die unterstützend angewendet werden können, um die Beschwerden zu lindern, wie beispielsweise Backpulver, Essig, Apfelessig und Teebaumöl. Da Kinderhaut in vielen Fällen noch sehr empfindlich ist, sollten diese Mittel mit großer Sorgfalt angewandt werden, denn wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit fehlen.

Fußpilz bei Kindern vorbeugen - So funktioniert’s!

Natürlich kann dem Fußpilz schon vor der Entstehung vorgebeugt werden, damit Kinder erst gar nicht daran erkranken. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass die Bereiche zwischen den Zehen nach dem Duschen oder Baden besonders gereinigt und danach sorgfältig abgetrocknet werden. Gerade in Schwimmbädern oder anderen Orten, an denen auch Erwachsene sich viel barfuß aufhalten, sollten Schuhe oder Schlappen getragen werden. Wenn die Schuhe nach einiger Zeit verschwitzt sind, sollten diese gewaschen, gelüftet oder getauscht werden, um einer Ansiedlung und Übertragung des Fußpilzes bei Kindern Einhalt zu gebieten.

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Füße im Blick behalten – für gesunde Kinderfüße

Fußpilz wird gerade bei Kindern unbehandelt nicht von selbst wieder verschwinden. Daher empfiehlt es sich, zeitnah ärztlichen Rat einzuholen, damit eine Ausheilung der Infektion erfolgen kann. Um die Ansteckung weiterer Familienmitglieder zu vermeiden, sollten Handtücher, Socken und alles, was mit dem Fußpilz in Berührung kommt, bei 90 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. So können die Pilzsporen abgetötet und eine weitere Ansteckung oder gar eine Reinfektion mit dem Fußpilz verhindert werden. Fußpilz bei Kindern ist ein unangenehmes Anhängsel, was durch Präventionsmaßnahmen eingedämmt werden sollte. Denn auch kleine Kinderfüße sollen gesund und hin und wieder barfuß die Welt entdecken dürfen.

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