Eine Fahrradtour mit Kindern - so macht das Radeln Spaß!

Der Frühling und die Sommermontage sowie hier und da vielleicht auch noch der Herbst sind geradezu prädestiniert für eine Fahrradtour mit Kindern. Rauf aufs Rad und ab nach – ja, wohin überhaupt? Die Routenplanung, das Outfit und die Ausrüstung sowie die Verpflegung sind entscheidende Faktoren, die zum Gelingen oder Scheitern einer Fahrradtour mit Kindern beitragen. Diese Themen sowie Tipps zur Ersten Hilfe und Tricks, wie der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt, verrät der folgende Beitrag.

Tipp 1: Die Routenplanung

Die Routenplanung für die Fahrradtour mit Kindern orientiert sich mit Blick auf Kilometer und voraussichtlicher Fahrzeit am jüngsten Mitglied der Truppe. Das bedeutet: Die Eltern sollten mit Blick auf die Radfahrambitionen im Alltag gut einschätzen können, wie viele Kilometer das Nesthäkchen zurücklegen kann. Beachten sollten Eltern auch diese Tipps für die Planung einer Fahrradtour mit Kindern:

  • Die Route sollte möglichst nur Fahrradwege umfassen. Fernab der Straße wird die Fahrradtour mit Kindern für alle Beteiligten entspannter. Achtung: Schotterwege sind schwer zu fahren und sollten frühestens mit Grundschülern befahren werden. 
  • Idealerweise handelt es sich bei der Fahrradtour mit Kindern um einen Rundweg. So können Eltern entgeisterte, große Augen verhindern, die in Anbetracht der Tatsache, „den ganzen Weg wieder zurückfahren zu müssen“, schnell entstehen. Ein Rundweg ist für Kinder schwerer einschätzbar und bleibt dadurch auch spannender.
  • Die Tour sollte nicht nur zum Radeln taugen, sondern auch hier und da ein paar kinderfreundliche Überraschungen bereithalten. Ein Spielplatz ist der Klassiker, die Eisdiele ist im Sommer ebenso eine gute Idee wie ein Bach oder ein kleiner See, in dem sich die tapferen Radler abkühlen können. Achtung: Lange Badesessions sind nicht empfehlenswert. Die strengen zu sehr an! Im Wasser zu planschen, ist aber in jedem Fall erlaubt.
  • Für die Zeitplanung gilt: Regelmäßige Stopps – alle 30 bis 60 Minuten – sind ideal. Dies sowie die Tatsache, dass ein kleines Kind sicherlich nicht mit 20 Kilometern pro Stunde in die Pedale strampelt, sollten bei der Zeitplanung berücksichtigt werden. Legt die Familie bei der Fahrradtour mit Kindern ein Tempo von fünf km/h an den Tag, dann schafft die Familie binnen einer Stunde fünf Kilometer Wegstrecke. Entsprechend kann die Gesamtstrecke kalkuliert werden.

Tipp 2: Outfit und Ausrüstung

Sicherheit und Fahrkomfort sind bei einer Fahrradtour mit Kindern für alle Beteiligten wichtig. Das wiederum bedeutet: Ein Helm ist für alle Teilnehmer der Radtour Pflicht.

Je nach Wetter darf zum Radeln dann eine kurze oder lange Trainingshose getragen werden. Beginnt die Radtour bereits früh morgens, ist das Zwiebelprinzip eine gute Idee. So könnte über der kurzen Hose einfach eine längere Jogginghose getragen werden. Achtung: Lange Hosen sollten immer mit einem Bund am Fußknöchel enden. Lockere Hosen, die im Wind wehen, mögen zwar bequem sein, doch die Gefahr ist groß, dass sich die Hose in der Kette oder am Pedal verhängt.

Bezüglich der Schuhwahl gilt: Geschlossene Schuhe sind Pflicht. Eine Sohle mit starkem Profil oder gar mit Stollen ist für die Fahrradtour mit Kindern hingegen die falsche Wahl. Diese Stollen könnten sich in den Pedalen verhängen. Eine leichte Jacke, die im besten Fall nicht gleich durchweicht, wenn es wider Erwarten doch zu  regnen beginnt, ist eine gute Idee. Grundsätzlich jedoch sollte der Termin der Fahrradtour mit Kindern so gelegt werden, dass es keine Wetterüberraschungen gibt

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Tipp 3: Verpflegung

Klar, gehört zu einer Fahrradtour mit Kindern auch ein Picknick. Im besten Fall sind die Kinder bereits daran gewöhnt, dass gesunde Kost auf den Tisch kommt. Dann kann das Picknick beispielsweise aus Wurst- und Käsebroten mit Tomaten, Gurken und Paprika bestehen. Idealerweise wird Dinkel-, Roggen- oder Körnerbrot ausgepackt. Zum „Naschen“ gibt es frisches Obst.

Besonders beliebt sind Obst und Gemüse in Snackform – also entweder kleingeschnitten, wie der Apfelschnitz, oder kleingewachsen wie Cocktail-Tomaten oder Trauben. Achtung: Schwierig wird das Picknick immer dann, wenn der Nachwuchs eine tiefe Abneigung gegen Obst und Gemüse hegt. Auf einer Tour, die kräftezehrend ist, dann mit einer Erziehung zu gesunder Kost zu beginnen, ist keine gute Idee. Das Angebot sollte gemacht werden, aber es ist wichtig, das in den Picknickkorb zu packen, was beim Nachwuchs ankommt und auch gegessen wird.

Zum Trinken sind Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtsaftschorle eine gute Wahl. Die Menge an Essen und Trinken muss mitunter auch ans Wetter angepasst werden. Wenn es recht heiß ist, muss mehr getrunken werden und auch fruchtige Flüssigkeitsspender, wie beispielsweise eine Wassermelone, sind dann eine gute Idee.

Tipp 4: Erste Hilfe

Auch wenn im besten Fall nichts passiert, sollten Eltern mit einer Grundausstattung vorsorgen – und Erste Hilfe in vielerlei Hinsicht ermöglichen.

  • Eine kleine Auswahl an Pflastern sowie ein Mittel gegen Mückenstiche gehört dazu. Je nach individuellen Erkrankungen gehören auch spezielle Medikamente für die Kinder und Erwachsenen ins Gepäck. Vor der Tour sollten sich alle ausreichend mit Sonnenschutz versorgen.
  • Auch für das Rad muss an Erste-Hilfe-Equipment gedacht werden – und zwar in Form von Flickzeug für die Räder. Denn selbst auf einer Fahrradtour mit Kindern ist keiner vor einem Loch im Fahrradreifen gefeit.
  • Darüber hinaus sorgen findige Eltern mit kleinen Aufmunterungen für den Fall vor, dass die Kinder die Kraft verlässt. Ein Gummibärchen oder ein Keks können die Reserven kurzfristig wieder reaktivieren. Allzu früh sollte allerdings nicht auf diese süßen Lockmittel umgesattelt werden. Lange spenden sie nämlich in der Regel keinen Elan.

Tipp 5: Der Spaßfaktor

Eine Fahrradtour mit Kindern macht immer dann besonders viel Spaß, wenn die Laune gut ist. Das erreichen Eltern ihrerseits, wenn sie gut vorbereitet sind und wissen, was auf sie zukommt. Hilfreich ist es durchaus, wenn die Strecke bekannt ist. Das verhindert, dass sich die Truppe verfährt oder doch auf einer holprigen Schotterstrecke landet. Zudem können auch beim Radeln selbst Spiele helfen, die Zeit auf dem Rad zu vertreiben. Buchstaben- und Rechenspiele, Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst und sogar ein gemeinsames Lied können den Ausflug mit Spaß erfüllen. Wer besonders gut vorbereitet sein will, kreiert eine altersgerechte Karte für den Nachwuchs, sodass die Kinder selbst den Weg finden können.

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