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Sinusitis bei Kleinkindern – Symptome, Verlauf und Behandlung

Sinusitis bei Kleinkindern ist eine der häufigsten Erkrankungen, wenn es um einen Infekt im Bereich zwischen Nase und Ohren geht – und jeder Elternteil weiß wohl aus der eigenen, leidvollen Erfahrung: In Herbst und Winter ist Schnupfennasenzeit. Eltern sind meist nicht überrascht, wenn der Nachwuchs aus der Krippe, dem Kindergarten oder gar aus der Schule die ersten Anzeichen eines Infektes mit nach Hause bringt. Schnupfen, Husten oder andere Erkältungssymptome sind jetzt normal – doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Erkältung und Sinusitis bei Kleinkindern?

Damit Eltern leichter abwägen können, ob es sich um eine einfache Erkältung handelt oder doch um eine Nasennebenhöhlenentzündung, wie Sinusitis bei Kleinkindern im Sprachgebrauch meist bezeichnet wird, sind die wichtigsten Informationen in diesem Beitrag zusammengefasst. Bei länger anhaltenden Beschwerden ist ein Besuch beim Kinderarzt dennoch ratsam.

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Woran erkennen Eltern eine Sinusitis bei Kleinkindern?

Einer Sinusitis bei Kleinkindern geht in der Regel eine Erkältung oder gar ein grippaler Infekt voraus. Durch die mit Schleim verstopften Öffnungen der Nasennebenhöhlen kann das Nasensekret nicht regelrecht abtransportiert werden und verbleibt somit über einen längeren Zeitraum in den Nebenhöhlen. Auch eine ausreichende Belüftung ist nicht möglich, wodurch das passende Milieu für Viren und Bakterien entsteht. Da bei Kleinkindern das Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist, sind sie in der Regel noch deutlich anfälliger für Nasennebenhöhlenentzündung.

Kinder mit Schnupfen putzen sich draußen die Nase

Das sind die typischen Symptome einer Sinusitis bei Kleinkindern

Da sich die Symptome einer Sinusitis bei Kleinkindern von den Symptomen anderer Infekte kaum unterscheiden, gehen viele Eltern im ersten Moment von einer Erkältung oder Grippe aus. Geht es dem Nachwuchs jedoch sehr schlecht, ist es gut und sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellt nicht nur eine eindeutige Diagnose, sondern kann auch eine medikamentöse Behandlung vorschlagen.

Bei diesen Symptomen liegt der Verdacht auf eine Sinusitis bei Kleinkindern nahe:

  • Abgeschlagenheit: das Kind fühlt sich krank und schwach, kommt nur schwer auf die Beine und braucht viel Ruhe
  • Kopfschmerzen: besonders beim Nach-Vorne-Beuten und beim Nach-Unten-Sehen treten Kopfschmerzen auf, die häufig mit dem Gefühl verbunden sind, dass der Kopf gen Boden zieht
  • verstopfte Nase: typisch für eine Sinusitis bei Kleinkindern ist keine klassische Rotznase, sondern die verstopfte Nase, die verhindert, dass das Sekret ablaufen kann und damit auch für Probleme bei der Belüftung der Nebenhöhlen sorgt
  • Fieber und erhöhte Temperatur: manchmal habe Kinder gleich mehrere Tage lang erhöhte Temperatur und schlafen viel 

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Verlauf und Begleiterscheinungen: So entsteht eine Sinusitis bei Kleinkindern

Dass eine Sinusitis bei Kleinkindern schmerzhaft wird, wird durch eine ganze Reihe von Gründen bedingt:

  • Die Schleimhäute sind meist stark angeschwollen, was verhindert, dass das Schnupfensekret abfließen kann. Das bildet den idealen Nährboden für Bakterien.
  • Durch das sich anstauende Sekret kann ein Druck auf die Kieferhöhlen entstehen. Dieser Druck kann gerade im Kopfbereich so weitläufig sein, dass ein Gefühl von Zahnschmerzen im Oberkiefer entstehen kann.
  • In der Regel dauert eine Sinusitis bei Kleinkindern etwa zehn bis 14 Tage, in manchen, wenigen Fällen kann es auch bis zu vier Wochen dauern. Auch eine chronische Sinusitis bei Kleinkindern ist nicht komplett auszuschließen.
  • Durch die nicht vollständig ausgebildeten Nasennebenhöhlen tritt bei Kleinkindern die Sinusitis in der Kieferhöhle und in den Siebbeinzellen auf.

 

Als Faustregel für Eltern gilt: Je jünger der kleine Patient ist, desto früher ist eine Vorstellung beim Arzt nötig, um langfristigen Beschwerden vorzubeugen.

Das können Eltern tun: die Behandlung einer Sinusitis bei Kleinkindern

Es ist wichtig, die Ursache der Sinusitis zu kennen, um eine Linderung der Beschwerden zu erzielen. In Absprache mit einem Kinderarzt kann die Sinusitis bei Kleinkindern so behandelt werden:

  • Nasenspülungen können dabei helfen, die Schleimhäute abschwellen zu lassen, damit Sekret und Nasenausfluss selbständig abfließen können. Auch frische Luft kann den Schleimhäuten guttun. Jedoch sollte ein fiebriges Kind nicht zu lange draußen spazieren gehen, da Ruhe und Schonung zu Genesung wesentlich beitragen.
  • Mit speziellen Inhalationsgeräten kann das Abschwellen der Schleimhäute ebenfalls begünstigt werden.  
  • Bei einer bakteriellen Infektion kann ein Antibiotikum für eine Linderung der Beschwerden sorgen.

Sinusitis bei Kleinkindern mit Hausmitteln behandeln

In einigen Fällen können die Symptome oder auch Begleiterscheinungen der Nasennebenhöhlenentzündung auch mit Hausmitteln behandelt werden. Die Sinusitis bei Kleinkindern bedarf aber in jedem Fall ärztlichen Rat. 

  • Hausmittel bei Fieber: Der Klassiker in der Kategorie der fiebersenkenden Hausmittel ist und bleibt der Wickel. Auch bei Sinusitis bei Kleinkindern, welche von Fieber geplagt werden, können Wickel – beispielsweise Quarkwickel oder lauwarme Wadenwickel – nicht schaden. Zudem braucht der kleine Körper viel Flüssigkeit. In Form von Tee oder leichten Suppen kann dem Nachwuchs so Flüssigkeit verabreicht werden.

 

  • Verstopfte Nase: Eine der lästigsten Begleiterscheinungen der Sinusitis bei Kleinkindern ist die verstopfte Nase, was zu einer schlechten Atmung führt. Gerade wenn der Nachwuchs viel schlafen sollte, ist das liegen oftmals schwer. Das erhöhte Lagern des Kopfes kann auf einfache Art und Weise bereits das Atmen erleichtern. Auch eine höhere Luftfeuchtigkeit im Schlafraum lässt das abfließen des Sekretes leichter werden, da trockene Luft die Schleimhäute zusätzlich reizt. Ein Zusatz, wie beispielsweise ätherische Öle, die die Schleimhäute beruhigen sollen, sollte vorher allerdings mit dem Arzt abgeklärt werden, da für Kleinkinder viele Stoffe noch nicht verträglich sind. 
  • Halsschmerzen: Da ganz kleine Kinder oftmals noch nicht richtig lokalisieren können, wo genau die Schmerzen liegen, sind auch Halsschmerzen bei einer Sinusitis bei Kleinkindern nicht auszuschließen. Wenn der Nachwuchs eher schlecht essen kann oder gar das trinken verweigert, sollte dem auf den Grund gegangen werden. Mit Quarkwickeln im Halsbereich kann Abhilfe geschaffen werden. Auch das schlückchenweise Trinken von lauwarmen Tee kann guttun. Zum Süßen sollten Eltern allerdings keinen Zucker verwenden. Honig wäre eine bessere Variante, da dies auch für den Hals angenehmer erscheint. Allerdings sollten Kinder erst ab dem ersten Lebensjahr Honig zu sich nehmen.

Elterntipp: Sinusitis bei Kindern nicht auf die leichte Schulter nehmen

Die Folgen einer zu spät erkannten Sinusitis bei Kleinkindern könnte sein, dass sich die Beschwerden auf die Ohren verlagern. Da sich die Bakterien aufgrund des schwachen Immunsystems sehr schnell ausbreiten, ist eine Mittelohrentzündung dann nicht mehr auszuschließen.

Selbst wenn die akute Sinusitis bereits überstanden ist, kann durch erneute Symptome wie Fieber oder Abgeschlagenheit den Eltern ein falsches Krankheitsbild vermittelt werden.

Damit allerdings eine zeitnahe und richtige Behandlung erfolgen kann, sollte in jedem Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden, damit es dem Nachwuchs schnell wieder besser geht und keine Spätfolgen bleiben.

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